Übergabe Triptychon durch
   Frau Krischke im Dezember ‘09

Ein Triptychon schmückt den Mediensaal der Sozialstation
Dank an Künstlerin Heidi Krischke – Symbolkraft der Schwertlilie

    Rain (ma).

Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art übergab Heidi Krischke an Stadtpfarrer Johann Menzinger, den Vorsitzenden des Ambulanten Krankenpflegevereins für das Gebiet des katholischen Dekanats Rain. „Der Medienraum in unserer Sozialstation erhält mit dem dreiteiligen Gemälde mit der Thematik ‚Schwertlilie’, die ja auch ein altes christliches Symbol ist, einen außergewöhnlichen Wandschmuck“, sagte er. Auch 2. Vorsitzender Dr. Peter Groß und Marille Meisinger, Geschäftsführerin der Sozialstation, bedankten sich mit herzlichen Worten bei der Rainer Künstlerin.

Das Triptychon besteht aus den Werken Iris-Knolle, -Knospe und –Blüte. Die Knospe zeigt sich zuerst in rot, dann in blau und orange, dann entfaltet sie sich violett bis hin zum blau. Im Grün der Blätter sind die Farben blau und gelb verborgen. Die Iris – der Name ist lateinisch und bedeutet „Regenbogen“ - gilt als uralte Nutz-, Kultur- und Heilpflanze. Der deutsche Name „Schwertlilie“ ist von den langen, schwertförmigen Blättern abgeleitet. Als Nutzpflanze gilt die Iris wohl nicht mehr – sie diente beim Spinnen der Leinenfasern als Hand-Gleitmittel -, und auch arzneilich wird sie wahrscheinlich kaum mehr genutzt. Wegen ihrer prächtigen Blüten und für die Parfümindustrie aber hat sie nach wie vor große Bedeutung. Im Ägypten des Herrschers Thutmosis III., etwa 1400 Jahre vor Christus, wurde die Lilie Staatssymbol. König Chlodwig nahm um 500 n. Chr. die Iris in sein Königswappen auf, und auch im Wappen der Fugger findet sich das Iris-Symbol. Bei der Marienverehrung spielt die Schwertlilie eine Rolle. Jedem ist wohl auch der „Dreispross“ an alten metallenen Gartenzäunen bekannt.

Die Künstlerin Heidi Krischke

Heidi Krischke, Jahrgang 1940, zeichnete und malte schon als Kind sehr gerne. Beruflich arbeitete sie als kaufmännische Angestellte und Arzthelferin bei einem Kinderarzt. Seit 1979 bildete sie sich weiter bei Hansjürgen Gartner, Augsburg, (Kurse, Seminare in Zeichen-, Aquarell- und Radiertechniken) und bei Prof. Weiss, Graz, (Hinterglasmalerei, Linol- und Holzschnitt). Von 1987 bis 1991 absolvierte sie eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin, weil sie sich für die Beschäftigungstherapie mit Kindern besonders interessierte. Ab diesem Zeitpunkt bot sie auch zahlreiche Malkurse für Kinder und Erwachsene in Zeichnen, Aquarell-, Gouache- und Acryltechnik an und leitete Töpferkurse und Arbeiten mit Speckstein. „Wenn wir die Gesetzmäßigkeiten von Farbe und Form entdecken, dann wirkt das harmonisierend“, erklärt Frau Krischke in ihrem kleinen, liebevoll ausgestatteten Kelleratelier im Klausenbrunnenweg 7. Licht ist in Fülle vorhanden, und leise, beruhigende Musik erfüllt den Raum. „Als wichtig empfinde ich, dass wir verborgene Gesetze, die unser Gefühl ansprechen, erahnen“, meint Frau Krischke. Neben dem Erfolgserlebnis, etwas Eigenes geschaffen zu haben, das die Wohnung schmückt oder mit dem man einem anderen Freude bereiten möchte, bestätigen ihr ihre Kursteilnehmern immer wieder, wie bereichernd sich das Malen auf Seele und Körper auswirkt.

Triptychon Krischke 02.11.09

Ein dreiteiliges Gemälde zum Thema „Schwertlilie“ schenkte die Rainer Künstlerin Heidi Krischke der Rainer Sozialstation. Mit auf dem Foto sind zu sehen (von links) Stadtpfarrer Johann Menzinger, Marille Meisinger, Heiner Brehm und Dr. Peter Groß.

Bild: Arloth

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