Betreuter Nachmittag Mai ‘07

Sozialstation lädt Pflegebedürftige ein
Erstmals betreuter Nachmittag – Thema „Mai“

                                                                                                                Rain (ma).

Ganz im Zeichen des Wonnemonats Mai stand das erste Treffen mit Pflegebedürftigen in der Sozialstation Rain. Einen Nachmittag lang betreuten neun erst kürzlich ausgebildete ehrenamtliche Helferinnen sieben demenzkranke, behinderte oder psychisch kranke Personen, damit deren Angehörige wenigstens ein paar Stunden „frei“ hatten.

Geschäftsführerin Marille Meisinger begrüßte die Erschienenen und wies darauf hin, dass ab sofort an jedem 2. Donnerstag im Monat ein derartiger „betreuter Nachmittag“ angeboten werde. „Wir haben viele Ideen, wie wir diese Nachmittage abwechslungsreich gestalten können“, kündigte sie an. Stadtpfarrer Johann Menzinger, Vorsitzender des Vereins für ambulante Krankenpflege im katholischen Dekanat Rain, dankte den Helferinnen, besonders aber der Leiterin der Betreuungsgruppe Schwester Vera Preuß, die von Schwester Kerstin Duderstadt unterstützt wird. „Ich wünsche mir, dass noch viel mehr Pflegebedürftige dieses Angebot nützen“, sagte er. Auch Beiratsvorsitzender Hans Hönig war voll des Lobes, „dass wir in unserer Sozialstation diese Nachmittagsbetreuung vorerst einmal im Monat, aber bei Bedarf auch individuelle Betreuung zu Hause anbieten können.“

Die Anwesenden stellten sich erst einmal gegenseitig vor, dann wurde gemütlich Kaffee getrunken. Anschließend bastelte man Blumenbilder und hörte einigen kurzen Gedichtvorträgen zu, wie etwa „Frühling lässt sein blaues Band ...“ von Rainer Maria Rilke. Dann wurde an die vielen Bauernregeln für den Monat Mai erinnert. „Weil die Bauern schon immer auf das Wetter angewiesen waren, wundert es nicht, dass sie ihre Beobachtungen in Form von Reimen festhielten“, sagte Vera Preuß. Die Anwesenden erinnerten sich lebhaft an den Feiertag „Tag der Arbeit“, an die Eisheiligen Pankraz, Servaz und Bonifaz sowie an die Kalte Sophie, an Maikäfergeschichten, an das Rufen des Kuckucks, an die Marienverehrung und an Maiandachten. „Es war sehr schön“, bekundeten die Betreuten und versprachen, in vier Wochen wiederzukommen.

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In der Rainer Sozialstation fand erstmals ein „betreuter Nachmittag“ statt, an dem sich die erst kürzlich ausgebildeten ehrenamtlichen Helferinnen des ambulanten Krankenpflegevereins Rain um sieben Pflegebedürftige kümmerten. Künftig wird sich diese „Nachmittagsgruppe“, bei der gerne noch weitere Personen willkommen sind, jeweils am 2. Donnerstag im Monat treffen und auf diese Weise die pflegenden Angehörigen entlasten.

Bild: Arloth

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